Am Mittwoch, dem 22. April 2026, sowie am darauffolgenden Freitag stand in Stallhofen alles im Zeichen eines besonderen Leseprojekts zwischen der Mittelschule und der Volksschule. Ziel war es, den Kindern auf kreative Weise Freude am Lesen zu vermitteln und gleichzeitig den Austausch zwischen den beiden Schulen zu stärken.
Den Auftakt machte der Besuch der 2. Klasse Mittelschule in den beiden 3. Klassen der Volksschule. Die Jugendlichen schlüpften dabei in die Rolle von Mentor*innen und begleiteten die Kinder durch abwechslungsreiche Aufgaben.
Ein spielerisches Kennenlernen gelang mithilfe von Alliterationen, bei denen die Kinder fantasievolle Namen mit gleichem Anfangslaut entwickelten. Im Anschluss sorgte das sogenannte „Würfellesen“ für Begeisterung: Je nach gewürfelter Zahl wurde ein Text auf unterschiedliche Weise vorgetragen – etwa „wie ein Roboter“ oder besonders betont. Drei aufeinander aufbauende Textstellen steigerten dabei die Herausforderung.
Ein besonderes Highlight stellte die kreative Podcast-Aufgabe dar. Ausgehend von einem Buchcover entwickelten die Kinder eigene Ideen zur möglichen Handlung, zu Figuren und zum Titel der Geschichte. Die entstandenen Beiträge zeigten große Kreativität und Mut im Sprechen. Die Auflösung sorgte schließlich für Überraschung: Es handelte sich um „Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse“ von Christine Nöstlinger. „Dieses Buch möchte ich unbedingt lesen!“, hieß es von mehreren Seiten.
Am Freitag folgte der Gegenbesuch der Volksschulkinder in der Mittelschule. Dort erwartete sie ein abwechslungsreicher Stationenbetrieb. Jedes Kind erhielt einen eigenen Stempelpass und konnte vier kreativ gestaltete Stationen durchlaufen, deren alliterierende Namen bereits neugierig machten: „Fantasie-Fabrik“, „Flip-Flop Ozobot“, „Wissenschafter*in werden“ sowie die „Schulhaus-Schnitzeljagd“.
Mit viel Begeisterung und Entdeckerfreude meisterten die Kinder die verschiedenen Aufgaben. Für jede absolvierte Station gab es einen Stempel. Wer alle vier gesammelt hatte, durfte sich über eine besondere Belohnung freuen, nämlich einen sogenannten „Mehlfreund“ (liebevoll für alle Besucher*innen von einem unserer Mittelschüler der 4. Klasse gebastelt), der als Erinnerung an diesen gelungenen Vormittag mit nach Hause genommen wurde.
Das Projekt zeigte eindrucksvoll, wie motivierend und vielfältig Lesen und Sprachförderung gestaltet werden können. Gleichzeitig wurde der Übergang in die Mittelschule spielerisch greifbar gemacht. Durch die Verschwisterung beider Projekttage wurde die Zusammenarbeit zwischen Mittel- und Volksschule besonders lebendig.
Wie gut das Projekt ankam, bringt ein Kind auf den Punkt: „Wow! Da habe ich heute aber viel daheim zu erzählen, was wir alles erlebt haben.“